Malaria

 

 

 

ZEBRA-Engagement in Sachen Malaria

Malaria ist eine der schwersten und gefährlichsten Infektionen, an der weltweit bis heute mehr Menschen starben, als an jeder anderen Krankheit seit Menschengedenken. Erschreckend sind auch die aktuellen Zahlen. 40 Prozent der Weltbevölkerung sind von Malaria bedroht, ein Großteil davon in Afrika südlich der Sahara. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird auf bis zu 500 Millionen geschätzt, die der jährlichen Todesopfer auf bis zu drei Millionen. Zur Veranschaulichung: mit einer Zahl von drei Millionen Toten wären München, Kopenhagen und Rom verlassen. Allein in Afrika sterben pro Jahr an Malaria ca. 1 Mio. Kinder - das heißt, alle 45 Sekunden stirbt ein Kind und jedes zweite Opfer ist jünger als 5 Jahre. Und noch ein erschreckender Fakt: weltweit sterben dreimal mehr Menschen an Malaria als an Aids.

2007 rief die WHO den 25. April als Welt-Malariatag ins Leben, um auf die Tragik dieser Krankheit aufmerksam zu machen. WHO ist die englische Abkürzung für die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation), die im Auftrag der Vereinten Nationen das internationale öffentliche Gesundheitswesen koordiniert. Die WHO wurde 1948 gegründet und beschäftigt sich seither vor allem mit der Bekämpfung von Infektionskrankheiten (insbesondere Epidemien) und der allgemeinen Gesundheitsförderung. Sie entwickelt dafür Standards, Richtlinien, Empfehlungen (z. B. für Schutzimpfungen) und Methoden, die weltweit eingesetzt werden. Auch die international gültige Klassifizierung von Krankheiten und die Internationalen Gesundheitsvorschriften gehen auf die WHO zurück.

In jüngster Zeit habe sich die Malaria-Vorsorge weltweit deutlich verbessert, teilte UNICEF anlässlich des letzten Welt-Malariatages mit. So verteilte UNICEF im Vorjahr präventiv mehr als 20 Mio. Moskitonetze an Familien in besonders infektionsstarken Regionen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (engl. United Nations International Children’s Emergency Fund, UNICEF) ist eines der entwicklungspolitischen Organe der Vereinten Nationen. Es wurde am 11. Dezember 1946 gegründet, um zunächst Kindern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu helfen. Heute arbeitet das Kinderhilfswerk vor allem in Entwicklungsländern und unterstützt in ca. 160 Staaten Kinder und Mütter in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung, Hygiene, Ernährung und Bildung und leistet humanitäre Hilfe in Notsituationen.

Auch in Europa ist laut Expertenmeinung eine Verbreitung der Malaria nicht mehr auszuschließen. Sei es durch den Klimawandel, die Globalisierung oder vermehrtes Reisen - einheimische Insekten können gefährliche tropische Krankheiten wie Malaria bereits durch einen Stich der Anophelesmücke übertragen. In Europa ist diese fieberhafte Erkrankung bislang als die sogenannte Reisekrankheit bekannt, von der 2010 jedoch allein in Deutschland ca. 900 Fälle gemeldet wurden.

Mückenstiche und eine eventuelle Malaria-Infektion können Sie jedoch mit einfachsten Mitteln vermeiden:

  • Tragen Sie bei Einbruch der Dunkelheit lange Hosen und langärmelige Oberteile in hellen Farben,
  • nutzen Sie Mückenabwehrmittel und
  • installieren Sie Moskitonetze / Fliegengitter

 

Was ist Malaria und wie kann man sich schützen?

 Diesen Hinweis ausblenden Malaria ist eine Infektionskrankheit, die vor allem in tropischen Gebieten auftritt und durch den Stich eines Insekts, der Anophelesmücke, übertragen wird. Hauptsächlich verbreitet ist die Erkrankung in den afrikanischen Ländern, in denen etwa 250 Millionen Menschen im Jahr daran erkranken, da sie über keinen ausreichenden Insektenschutz wie Fliegengitter oder Netze verfügen.

Die tatsächlichen Krankheitserreger sind einzellige Parasiten, sämtlich zugehörig zur Gattung Plasmosium. Zu unterscheiden sind vier verschiedene Erregertypen, allerdings lösen sie nur drei voneinander unterscheidbare Malariaformen aus. Die gefährlichste, wenn auch nur in etwa 30 Prozent aller Fälle tödlich verlaufende Form, ist die Malaria Tropica. Sie wird vom Plasmodium falciparum ausgelöst. Die Malaria tertiana zeigt ebenfalls sehr ausgeprägte Symptome, führt aber nur sehr selten zum Tod. Hier sind die beiden auslösenden Einzeller Plasmodium vivax und Plasmodium ovale. Generell am ungefährlichsten ist die Malaria quartana, deren Krankheitsverlauf sich vergleichsweise mild entwickelt.

Die Zeit von der Ansteckung durch die Erregerübertragung und dem Krankheitsausbruch (sog. Inkubationszeit) kann eine bis mehrere Wochen betragen. In allen Fällen ähnelt die Symptomatik zu Beginn der Krankheit sehr der einer Grippe. Typisch sind unvermittelt auftretende Rücken- und Kopfschmerzen. Es folgen Hitzewallungen und Frösteln, und dann sehr schnell ein relativ hohes Fieber. Hier beginnt auch die Unterscheidung zur Grippe. Während dort das Fieber kontinuierlich ist, kommt es bei der Malaria in rhytmischen Schüben. Wenn Sie in einem tropischen Land waren oder sind und diese Symptome bemerken, sollte sofort eine Blutuntersuchung erfolgen, um die Erreger zu identifizieren. Behandelt wird die Erkrankung dann medikamentös.

Grundsätzlich ist wie bei allen infektiösen, schweren Erkrankungen eine Vorsorge natürlich einer Behandlung vorzuziehen. Leider gibt es zur Zeit noch keine einhundert Prozent wirksame Impfung. Möglich ist eine präventive Medikamenteneinnahme über Tabletten und ein möglichst vielfältiger Insektenschutz gegen Mückenstiche. Dieser beinhaltet mückenabwehrende Cremes und Lotionen sowie die Nutzung von Moskitonetzen während des Schlafes und Fliegengitter an allen Wandöffnungen. Fliegengitter wie Netze gibt es auch transportabel zu kaufen. Bringen Sie in jedem Hotel immer zuerst die Fliegengitter an den Fenstern an. Da Malaria nicht direkt durch Menschen übertragen werden kann, ist ein Kontakt mit einem Malariaerkrankten ungefährlich. Dies gilt aber nicht für Bluttransfusionen. Sie sollten über den direkten Insektenschutz hinaus immer darauf achten, dass Injektionsnadeln bei Behandlungen sterilisiert sind und Transferblut nachweislich malariafrei ist.

Eine weiterer, sich die Tricks der Natur zunutze machende Insektenschutz ist das Tragen gestreifter Kleidung, etwa ein T-Shirt mit ZEBRA - Muster. Forscher haben experimentell herausgefunden, dass das ZEBRA Streifenmuster ein natürlicher Schutz gegen Malaria ist, da die Insekten es beim Anflug weniger gut erkennen können und einfarbige Anflugziele bevorzugen. Diesem Phänomen liegt wahrscheinlich die Anatomie der Facettenaugen der Fliegen zugrunde. Dabei gilt: Je schmaler die schwarz-weißen Streifen, desto wirkungsvoller der Schutz. Daher wahrscheinlich auch die evolutionäre Entwicklung des ZEBRA- Felles. Als alleinige Vorsorgemaßnahme reicht diese ZEBRA Taktik jedoch für den Menschen nicht aus.